Diskussion zum Schnapsbrennen



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BA
von: Ottokar am 31.Aug.2017 18:06:03
Region: Tirol

Hallo alle zusammen,
ich habe einen privaten Schnapsverkäufer entdeckt, der Schnäpse aus alten Jahrgängen anbietet. Der Älteste soll von 1946 stammen. Da ich bezüglich des Alters ein wenig skeptisch bin, möchte ich fragen, ob man das Alter eines Schnapses durch ein Verfahren bestimmen lassen könnte? Ich bin ein absoluter Laie, der vom Schnapsbrennen und Konsum keine Ahnung hat, aber lediglich einen guten Tropfen genießen möchte. Sollte das mit dem Alter stimmen, würde ich mir gerne eine solche Rarität zulegen.

Besten Dank für die Antworten!

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 RE: BA
von: baerbeli am 01.Sep.2017 13:44:16
Region: Mosel

Moin,
es gibt Methoden, aber alle, die ich kenne, sind teurer als der Inhalt von jeder Flasche Schnaps. Außerdem muss man zum Testen die Flasche öffnen - und das würde ich als Verkäufer nicht zulassen. Bleibt also nur der äußere Anschein. Alte Etiketten erkennt man ziemlich gut am Druck und der Papierqualität. 1946 z.B. gab es kein vernünftiges Papier für Schnapsetiketten. In der Regel sind die Etiketten, wenn sie kellerfeucht gelagert wurden, zerbröselt. Auch die Form der Flasche kann Hinweise geben. Man muss sich beim Hersteller kundig machen über die früher verwendeten Flaschenformen. Hat die Flasche eine Kapsel, kann man sie auf das Material hin überprüfen. Ältere Flaschen haben keine Kunststoffkapseln und auch selten Aluminiumkapseln. Sie müssen dick sein und sich wie dünnes Blei anfühlen. Korken mit oberem geriffelten Kunststoffrand sind auch selten bei alten Flaschen.( Mit alt meine ich 40 Jahre und älter). Wenn man die Flasche öffnen kann und der Korken sieht glatt aus wie die Haut eines Babys, stimmt auch was nicht. Die Seite: "Historic Glass Bottle Identification & Information Website" könnte dir helfen.
Und jetzt mein Tipp: Lass es sein! Weiße Schäpse wie Obstler werden nicht besser, wenn sie alt sind. Die Chance, ein wirklich edles Getränk zu erwischen, ist nur bei Rum, Cognac und Whisky gegeben. Da sollte der Verkäufer nahtlos die Historie der Flasche nachweisen können. "Geschenkt bekommen" ist Blödsinn. Der Unterschied zwischen einem jederzeit kaufbaren 12 Jahre alten Whisky und einem von 1950 ist nur von einem Whiskykenner zu erschmecken. Bei Blindverkostungen versagen auch die Experten oft.......!! Letztendlich musst du selbst entscheiden, ob du dir im Fachhandel eine alte Flasche kaufst, die nachweislich vom Hersteller kommt, oder von irgendjemandem eine Flasche ohne belegbare Historie. Und kaufe so etwas nie in Italien !!!
Prost-ata
der hans vom baerbeli
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 RE: BA
von: abin am 10.Sep.2017 08:11:25
Region: Österreich

Ich stimme den Ausführungen von baerbeli voll zu und möchte noch eines zulegen: Dein privater Schnapsverkäufer soll Dir doch sein Lager zeigen. Das muß doch ein wohlsortierter Keller sein, wo die einzelnen Schnäpse nach Jahrgängen getrennt gelagert sind.
Sollte er Dir diesen Einblick verwehren, verlange Kostproben (natürlich gegen Bezahlung). Sollte er auch das verweigern, suche das Weite!
Es gibt wenig Gebiete auf dem Konsumsektor, wo so viel betrogen wird, wie bei der Schnapsbrennerei. Da werden Unkenntnisse der Käufer, gepaart mit Sehnsucht nach Besonderem und Ausgefallenem zu schamlosen Betrügereien ausgenützt.
Hüte Dich wohl!
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Design und Implementierung:
Helge Schmickl