Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3048:

    Hi,
    ich habe des Öfteren gelsen, dass man mit einer Pot-Still den Vor- und Nachlauf nicht gut abtrennen kann. Mit einem Thermometer dürfte dies doch kein Problem sein! Stimmt das?
    Danke im Vorraus
    mfg
    Lars


    Lars, Prag
    03.Jan.2008 18:00:34


      Doch, mit einer Pot-still kann Vor- und Nachlauf sehr wohl gut abgetrennt werden. Detaillierte Beschreibungen diesbezüglich stehen im Buch "Schnapsbrennen als Hobby". Ja, stimmt, ein Thermometer ist dabei hilfreich, es gibt aber auch noch andere Methoden.

    Eintrag Nr. 3047:

    Hallo,
    ich hätte eine Frage?
    Leider wurde ein Teil unseres Birnenschnapes meim Mischen etwas trüb, haben es aber gemacht wie immer, was war falsch bzw. kann man etwas dagegen tun, daß er wieder "klar" wird.
    Danke für Ihre Rückantwort.
    LG
    B.Lederer


    Brigitte Lederer, Tirol
    01.Jan.2008 09:25:51


      Dies ist bei Fruchtmaischedestillaten durchaus normal. Den Brand verdünnen, einige Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen und anschließend mit "Faltenfilter fein, für Weine und Spirituosen" filtrieren. Ist ein Zeichen dafür, dass Ihr Produkt sehr geschmacksintensiv ist.

    Eintrag Nr. 3046:

    Hallo!
    Das Buch habe ich am Freitag bekommen, toll und vielen Dank.
    Vor ab eine Frage, ich habe vor 4 Wochen bei einem Freund in Tschechien etliche Äpfel im Gartenhäcksler gemusert. Habe sie in entsprechende Behältnisse getan. Wie immer. Zucker dazu, bis heute gärt nichts. Kein Schimmel, kein Essig, keine Vol Prozente. Flüssiger straffer Apfelmost ist erkennbar. Gesunder Maischekuchen auch. Nun haben wir Schlag Kaltgärhefe zugegeben. Nix glucksen. Was kann da noch getan werden?
    einen guten Rutsch und vielen Dank im voraus.
    Jürgen


    Jürgen, Sachsen
    31.Dez.2007 21:36:06


      Es könnte sein, dass die Maische zu kalt ist. Temperatur sollte zumindest 15°C betragen.

    Eintrag Nr. 3045:

    Hi, ich hätte mal ein paar fragen, und zwar:
    1) Was ist ein "Geist"?
    2) Wie geht das Gären?
    3) Für was sind die Schläuche bei den selbstgebauten Brennanlagen, die aus dem Verbindungsrohr rauskommen?
    4) Wisst Ihr ein Rezept für die Gärung?
    5) Bei wieviel grad verdampft Alkohol?
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen,
    lg Alex


    uix, München
    29.Dez.2007 00:06:53


      ad 1) Grundalge ist geschmackloser Alkohol, beim Destillieren werden Kräuter/Früchte/Gewürze in den Dampfraum gegeben.
      ad 2) Hefe frisst Zucker und scheidet Ethanol und Kohlenstoffdioxid aus.
      ad 3) Ich nehme an Sie meinen die Schläuche für die Kühlwasserzuleitung und Ableitung.
      ad 4) Dies ist sehr detailliert und für Laien leicht verständlich im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" beschrieben.
      ad 5) reiner Alkohol bzw. mit 96%vol hat einen Siedepunkt von 78,5°C.

    Eintrag Nr. 3044:

    Guten Tag,
    Ich habe einen Weinbrand aus zweijährigem Wein in einer Kupferblase gebrannt, anschließende Lagerung im Stahltank für einige Monate.
    Abfüllung in Flaschen mit Dest.Wasser (max.10%), Kork mit Plastikhülle.
    Mein Problem: Nach einiger Zeit, wenn man die Flaschen geschüttelt oder auf den Kopf gestellt hat, hat sich eine Trübung in Form kleinster schwarzer Punkte (wie ein Schleier, Nebel) gezeigt, was sehr unangenehm ist.
    Gibt es hierfür eine Erklährung?
    Vielen Dank für Ihre Antwort.


    Andy M., Piemont Nord-Italien
    28.Dez.2007 11:12:56


      Eine "normale" Trübung ist dies jedenfalls nicht. Wenn dies von der Anlage stammen sollte, hätte sich diese Trübung bereits zu Beginn gebildet. Hochprozentiger Alkohol greift Kunststoff an, vielleicht ist dies der Grund. Oder es ist schlichtweg Schmutz aus den Tanks bzw. Flaschen. Kann es sein, dass Sie zu weit in den Nachlaufbereich hinein destilliert haben und es sich hier um eine Nachlauftrübung handelt? Diese Trübung entsteht oft erst nach dem Verdünnen.

    Eintrag Nr. 3043:

    alter "umgekippter?" Wein
    Läßt sich ein solcher Wein noch in ein neutrales Destillat verwandeln?
    Habe keine Infos in Ihrem Buch hierzu gefunden.


    toti2203, alter
    26.Dez.2007 12:06:07


      Funktioniert prinzipiell, unter der Bedingung, dass sich (noch) kein Essig gebildet hat. Machen Sie doch folgenden Test: eine Probe mit Aktivkohle behandeln und destillieren. Das Destillat sollte geschmacksneutral sein.

    Eintrag Nr. 3042:

    Habe eine Frage: Im Buch Schnapsbrennen steht, dass der Vorlauf max. den Boden eines Schnapsglases 30-50 Tropfen ausmacht. Wenn ich 50 Tropfen im Glas haben ist die Themperatur noch unter 70 Grad. Muss ich nun warten bis zu den 78 Grad (entspricht ca. 0.2dl) oder ist der ganze Vorlauf mit diesen 50 Tropfen draussen?
    Besten Dank für eine Antwort


    Peter, A
    23.Dez.2007 19:08:38


      Ob dies der gesamte Vorlauf ist, hängt von Ihrer Maische ab. Thermometer sind oft träge. Denken Sie an ein Fieberthermometer, dies benötigt auch einige Minuten bis es die korrekte Temperatur anzeigt. Zu Beginn der Destillation ändert sich die Temperatur jedoch sehr rasch. Riechen Sie doch an den 0.2dl, wenn Klebstoffgeruch, ist es tatsächlich Vorlauf. Achtung: bei welcher Temperatur der Edelbrand beginnt, hängt vom Alkoholgehalt im Kessel ab. Je geringer, desto höher die Temperatur. 78°C wären es nur bei reinem Alkohol. Bei 20%vol im Kessel sind dies ca. 81°C, bei 10%vol ca. 82-83°C usw. (siehe Buch).

    Eintrag Nr. 3041:

    Wie bekomme ich meinen Kessel sauber. Habe als letztes Hollerbeeren gebrannt und anschließend nur mehr Wasser als Reinigungsbrand gemacht. Auch mit Zitronensäure habe ich es versucht. Der Kessel ist ganz braun. Gibt es ein natürliches Mittel das ich ihn wieder sauber bekomme?
    Danke im vorraus
    Rup


    rup33, sbg
    23.Dez.2007 18:16:25


      Ja, destillieren Sie Essig. Oder die Konzentration der Zitronensäure-Lösung erhöhen. Es können durchaus ca. 50 g je Liter sein, weiters wirkt diese Lösung nur, wenn Sie sehr heiß angewandt wird.

    Eintrag Nr. 3040:

    Sehr geehrter Herr Schmickl
    Ich habe ca 33 lt Kirschmaische mit einer Classic gebrannt. Zum ersten mal. 22.5 lt Kirschen, 8 kg Zucker total, 30g Turbohefe, 4 ml Verflüssiger, 50ml Biogen. Die Vergärung ist gut gelaufen, am Ende habe ich 20 vol% mit dem Vinometer gemessen.
    Die Ausbeute war 6lt zu 58vol%
    Nun Sind einige Fragen aufgekommen:
    1. Ein Sud dauerte gut 2 Std. ich habe den Topf bis ca 1cm unter den Rand befüllt. Ist dies so richtig?
    2. Im Buch (Seite 80) geben Sie eine Mengenverteilung an, ich hatte mit obengenannter Menge aber nur 0.8 bis 1 lt Edelbrand. Haben Sie eine Idee was bei mir schief gelaufen sein könnte?
    3. Das mit den Steinen habe ich nicht so richtig verstanden. Ist es richtig, wenn ich die Steine zur Vergärung in der Maische lasse, nach abgeschlossener Gärung (so ca. 6-8-Wochen) entferne, und beim Brennen ca. 10% der Steine wieder in der Meische untermische (eventuell ein paar Tage davor, da ich die Steine zur Lagerung trocknen muss)?

    Besten Dank für Ihre Antwort


    Charly Weltweit, Mähren
    19.Dez.2007 06:26:03


      ad 1 und 2) Inklusive Aufheizzeit stimmt diese Zeit in etwa, Sie können die Flamme so einstellen, dass es sehr schnell heraustropft, kurz vor dem Rinnen. Es empfiehlt sich, die Maische auf einem Herd auf ca. 50-60°C vorzuwärmen und erst danach in den Kessel zu geben. Laut Ihren Maische-Angaben wären 100% Ausbeute 7,75 Liter 58%vol. Jedoch kann nicht der gesamte Alkohol als Edelbrand abgetrennt werden, z.B. ist ein Teil im Nachlauf enthalten bzw. bleibt im Kessel zurück. Ihre Ausbeute ist somit ca. 80% vom theoretischen Wert. Dies ist vollkommen in Ordnung. Ja, Sie haben den Kessel richtig befüllt.
      ad 3) Sie können die Kirschkerne (Steine) durchaus in der Maische belassen. Zu Erinnerung: hochgradige Maischen sollten nach abgeschlossener Gärung zumindest ca. 4 Monate lagern, um Hefegeschmack zu vermeiden. Vor dem Brennen dann alles kräftig umrühren (in Ihrem Fall schütteln) und in den Kessel gießen. Dadurch gelangt nur ein geringer Teil der Steine in den Kessel, der Großteil bleibt am Fassboden zurück.

    Eintrag Nr. 3039:

    Hallo
    Ich habe eine Frage ich habe am Montag mein selbst gebranden Rum getrunken und habe mich dann in der Nacht sehr komisch gefühlt „schwummrig/schwindelig und als wurde ich neben mir stehen“ und nicht weil ich besoffen war ;-) hab grad mal 8cl getrunken! ich habe angst das mein Destillat nicht gut ist...“Giftig“ Obwohl ich weis das ich sauber gearbeitet habe und das Destillat gut sein muß. könnt ihr mir sagen wo es sowas wie ein Labor gibt wo ich es analysieren kann ob es sauber ist oder nicht?
    Ich habe auch ein Vorlaufabtrennungstest gemacht der auch gut ausging!
    Kennt sich jemand mit Methanol, Fuselöle und solchen Giften aus???
    ich will halt niemanden vergiften...
    Danke für die Mühe.
    Mit freundlichen Grüßen


    frank, Sachsen
    18.Dez.2007 15:38:29


      Es muss ja nicht unbedingt der Rum gewesen sein. Sie können Destillate in jedem Lebensmittellabor überprüfen lassen. Der Vorlauftest zeigt nur Acetaldehyd an, also nicht Methanol. Obwohl, wenn Methanol tatsächlich in nennenswerten Mengen enthalten sein sollte, ist Acetaldehyd auch nachzuweisen.

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