Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1727 von 4258:

Hallo,
nachdem mein letzter Versuch, einen Kartoffelschnaps zu brennen, trotz Unwissenheit und kleinerer Probleme (Beirtag 1673) mit ca. 850ml leckerer Ausbeute geklappt hat, habe ich mich gleich an den nächsten Versuch gemacht:
Ich habe ca. 20 Kg Zuckerrüben gesäubert und in der Küchenmaschine sehr fein zerkleinert. Aus den Schnipseln habe ich Chargenweise in einem großen Kochtopf dann mit heißem Wasser den Zucker gelöst und abgefiltert. Nach 2 Tagen hatte ich dann ca. 17l Maische (ohne Stückchen). Dazu habe ich noch 2kg in 5l Wasser gelösten Zucker, etwas Antigel, etwas Antischaum, etwas Gluckoamylase und 1/4 Packung Turbohefe gegeben (Bei ca. 25 Grad C). Nach ca 12h hatte eine leichte Gärung eingesetzt, die allerdings auch nach weiteren 24h nicht heftiger geworden ist. Aus dem Gärröhrchen steigen im Ruhezustand keine Bläschen auf. Erst, wenn ich den Ballon etwas in Bewegung bringe, steigen relativ viele Blasen auf.
Daher meine Fragen:
- Habe ich den Ansatz komplett falsch gemacht?
- Muss ich (trotz Turbohefe) einfach mehr Geduld haben?
- Ist der Zuckergehalt vielleicht zu hoch?
- Kann es am PH-Wert liegen, dass nicht so viel passiert?
Leider fehlt mir momentan das Equipment, um Zuckergehalt oder pH-Wert zu messen...
Was sagt der Experte dazu?
Vielen Dank schonmal!
Gruß
Frank


Frank, Niedersachsen
16.Okt.2004 14:57:57


    - die Zuckermenge ist etwas hoch, die Amylase ist nicht nötig, ebenso Antischaum
    - kann es sein, daß das Faß leicht undicht ist? Wenn Sie das Faß öffnen und umrühren, schäumt es dann? Wenn ja, so gärt es prächtig und vermutlich entweicht ein Teil des Gases nicht durch den Gärspund.
    - Ja, die Zuckerkonzentration ist extrem hoch. Die 2 kg Zucker entsprechen bereits der Maximalmenge, zusätzlich kommt der Rübenzucker hinzu. Sie hätten maximal ein Drittel der benötigten Zuckermenge zugeben sollen, den restlichen Zucker nach ein paar Tagen.
    - es wäre wichtig gewesen, den pH zu korrigieren, da Sie nur Wasser (pH 7) und Zucker vergären. Da Sie nicht nur reinen raffinierten Zucker verwenden, wäre es besser anzusäuern, um Fehlgärungen sicher zu verhinern.

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