Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 1905 von 4258:

Hallo Herr Dr. Schmickl!
Mit Blick auf meinen ersten Apfelbrand, dessen Existenz durch Ihre Seite erst möglich geworden ist, habe ich folgende Fragen an Sie bezüglich meines 1. Brennversuchs aus 18L Apfelwein(11-12%)aus Apfelsaft von der Mosterei, Gärspund, Reinzuchthefe:
Ich habe die Temperaturabweichung meiner Destille mit -11°C ermittelt nach Ihrer Methode, das Delta der Temperatur bei kochendem Wasser zu 96°C mit einzubeziehen.
Weiterhin war der Temperaturanstieg absolut analog zu der Kurve in Ihrem Buch, also nach Temperaturkorrektur bei 81°C sehr langsam.
Es traten folgende Probleme auf:
1. Als ich bei 91°C(102°C) den Nachlauf abtrennen wollte, kam fast nichts mehr aus der Anlage heraus. Warum, selbst bei zu hoher Temperatur hätte wenigstens Wasser kommen müssen?
2. Vorlaufabtrennung entschied ich mich nur für 4cl, da ich ja Wein gebrannt habe. War das angesichts des relativ scharfen Geschmacks des Destillats zu wenig? Es kam erst bei korrigierten 81°C überhaupt etwas aus der Anlage.
Das Ergabnis war bis auf die Schärfe ok: Brenndauer war inklusive Erwärmung ca. 2 Std +, 3,7L Destillat bei 51% Vol., keine Kopfschmerzen am nächsten Tag trotz diverser Kostproben.
Eine letzte Frage: Ist es nachteilig, einen großen Brennraum (30L) beim Brennen mit nur 10-15 L zu befüllen?

Danke für Ihr tolles Buch und all die guten Ratschläge in diesem Froum, die man über die Suchfunktion bestens nutzen kann.

Freundliche Grüße und einen 'guten Rutsch'..


Thomas, Hannover
28.Dez.2004 20:53:40


    Danke!
    ad 1: Sie haben recht. So lange im Kessel Flüssigkeit enthalten ist muß hinten etwas herauskommen, wenn der Inhalt stark genug kocht, daß der Dampf auch den höchsten Punkt vor der Kühlung erreicht. Fazit: Heizung mehr aufdrehen. Durch immerhin 10°C Temp.Unterschied in Vergleich zum ersten Tropfen der herauskommt, macht sich auch die größer werdende Wärmeabstrahlung der Apparatur bemerkbar.
    ad 2: Ob Vorlauf im Wein enthalten ist, hängt von der Verarbeitung ab. Obstwein wird anders hergestellt als weißer Weintraubenwein. Da haben Sie so gut wie keinen Vorlauf. Im Rotwein muß man mit etwas Vorlauf rechnen. Obstwein und selbstgemachter Wein verhält sich wie Maische, hier hängt es von der Gärung und der Verarbeitung ab, wieviel Vorlauf enthalten ist.
    ad 3: Sie sollten einen Kessel immer mindestens zur Hälfte füllen, andernfalls haben Sie eine geringere Ausbeute und die Anlage hat einen Rektifikationseffekt.

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Design und Implementierung:
Helge Schmickl