Fachfragen zum Schnapsbrennen



Startseite
Destille und Zubehör
   Produktliste
   Produktbeschreibung
   Bestellformular
   Info zum Kesselkauf
Seminar
   Termine
   Programm
   Anmeldeformular
Bücher
Diskussion
Rezepte
Fotogalerie
Berechnungen
   Verdünnen
   Mischen
   Zucker Alkohol
Links
Kontakt
PRAXISBUCH
Schnapsbrennen als Hobby
PRAXISBUCH
Ätherische Öle selbst herstellen
PRAXISBUCH
Essig herstellen als Hobby
Eintrag Nr. 2836 von 4258:

Hallo!
Wir wollen Wodka herstellen und haben dazu eine Maische aus Weizen, Weizenmalz und Vodkahefe (nach Rezept) angesetzt. Das einzige Problem war, dass wir aufgrund der großen Behälter und schlechter Ausstattung Weizen und Malz nicht bis 75°C erhitzen konnten. Wir haben es lediglich auf etwa 60°C geschafft, konnten diese aber gut halten. Bei der Gärung selbst hat sich die Maische nicht erwärmt, was uns schon ein bisschen komisch vorkam. Beim Öffnen der Gärbehälter ist uns ein sehr starker Geruch entgegengekommen. Wir vermuten, dass sich bei der Gärung Buttersäure gebildet hat, das würde den Geruch erklären. Der Siedepunkt beim Destillieren lag bei 101°C und nicht wie erwartet bei etw 96 °C (Buttersäure hat 164°C)...was den Verdacht bestätigt.. Kann die Buttersäurebildung auf die zu niedrige Temperatur beim Ansetzen der Maische zurückgeführt werden? Ist es möglich, dass die Buttersäure beim Destillieren als flüchtiger Bestandteil mit in das Destillat übergeht oder kann man das durch den hohen Siedepunkt ausschließen? Da Buttersäure nur schwach ätzend ist, frage ich mich auch, ob das überhaupt gefährlich ist.
Vielen Dank schonmal im Voraus,
Merle


Merle, Hamburg
13.Apr.2007 10:47:12


    Sollte sich tatsächlich Buttersäure gebildet haben, stinkt das Fass wie Schweißfüße oder uralte Socken nur viel viel intensiver. In diesem Fall hatten Sie eine Fehlgärung, da sich diese Säure sonst nicht bilden würde. Da durch die unerwünschten Mikroorganismen nicht nur Buttersäure sondern auch eine Reihe anderer, z.T. sehr giftige Substanzen entstehen können, würde ich in Ihrem Fall alles wegschütten und einen neuen Versuch starten, aber diesmal in kleinerer Menge, falls es wieder nicht funktioniert.
    Siedepunkt 101°C? Da haben Sie falsch gemessen. Bezüglich Dampftemperaturen beim Brennen und Einmaischen stärkehältiger Produkte lesen Sie am besten im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" nach.

<<< Eintrag Nr. 2837 Eintrag Nr. 2835 >>>
ALLE EINTRÄGE ANZEIGEN

Design und Implementierung:
Helge Schmickl