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Eintrag Nr. 3350 von 3665:
Hallo
Ich habe eine Vogelbeermaische angesetzt. Die Beeren gut zerkleinert Wasser dazu Hefe, Nährsalz und 10 kg Zucker auf 100L. Mit dem Refraktometer gemessen hatte die Maische 22 Klosterneuburger Zuckergrade. nach 2 Wochen hat die Gärung pötzlich aufgehört. Jetzt hat die Maische noch 15 Zuckergrade. Ich habe die Maische ins Heizhaus gestellt bei 22 Grad. Weiters habe ich einen Kübel Maische herausgenommen und ihn mit neuer Hefe angesetzt. Sowohl der Kübel als auch das Fass gährt nicht mehr. Was könnte ich noch machen???
Dann hätte ich noch ein Problehm.
Ich stelle meisten eine Zuckerlösung (aufgekochten Zucker mit Wasser) her und gebe diese der Maische bei. Da ich mit der Ausbeute aber nicht zufrieden bin. Meine Frage, Vergährt eine Zuckerlösung genauso gut wie Zucker.???
Lg.
Franz, Österreich
15.Nov.2009 17:12:23
Der Grund ist ganz einfach: die Maische ist bereits ausgegoren! Das kann zwei Gründe haben: entweder ist der Alkoholgehalt bereits so hoch, dass er für die Hefen giftig ist und sie dadurch absterben (Alkoholresistenz). Leider haben Sie nicht beschrieben um welche Hefe es sich handelt. Oder der Zucker ist bereits aufgebraucht, die Hefen haben nichts mehr zu fressen, verhungern, Gärung ist zu Ende. Ist beides im Buch genau beschrieben.
Refraktometer: wie bei einem Aräometer (z.B. Oechslewaage oder Alkoholometer) stören sich hier gelöste Feststoffe (z.B. Zucker) und Alkohol gegenseitig. Fazit: mit einem Refraktometer können Sie nur den Zuckergehalt von UNVERGORENEN Fruchtsäften messen. Sobald sich durch die Gärung Alkohol gebildet hat, können Sie den Messwert vergessen. D.h. nach dem Gärstart liefern alle vier Messgeräte (Oechslewaage, Alkoholometer, Refraktometer für Zucker, Refraktometer für Alkohol) vollkommen falsche Werte.
Zum anderen Problem siehe vorherige Fachfrage.
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