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Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Ed am 14.01.2018 18:51:40 | Region: Hier
Moin .
Vorab: ich weiß das ein Thump keg uneffizient ist . Ich möchte lediglich gerne wissen ob ein Thump keg als Ersatz für die zweite Destillation taugt oder ob man stets erst einen rauhbrand und anschließend den feinbrand durchführen sollte . Beim T.K. Würde ich es als Vorteil sehen beide Durchgänge (rauh-,feinbrand ) in einem Vorgang abschließen zu können was sehr praktisch wäre um Zeit und Aufwand zu sparen . Aber ich habe die Vermutung das doppelt zu destillieren qualitativ hochwertiger ist , durch genauere Regulierungs Möglichkeiten . Ich bin sehr für traditionelle und althergebrachte Dinge und mag es die Dinge einfach zu halten und möchte keine moderne Kolonne . Aber vllt kann man ja mal über die Tauglichkeit des Thump keg s für die doppelte Destillation diskutieren ich würde mich über neue Erkenntnisse freuen und hoffe es wurde nicht schon durchgekaut habe zu dieser speziellen Frage nichts gefunden.
Mit freundlichen Grüßen ed

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

der wo am 15.01.2018 10:01:55 | Region: da wer
Eine Destillation mit Thumper entspricht etwa 1.5 Destillationen ohne. Also Doppeltbrennen wird sauberer. Nicht nur von den % her, sondern auch, weil du beim Doppeltbrennen zwischen den Destillationen ja die Schlempe loswirst. Mit Thumper brodelt das ja bis zum Ende vor sich hin (dasselbe Problem haben aber auch Refluxdestillen-Einfachbrände).
Mit Thumper dauert aber auch länger als ohne. Also eine Zeitersparnis gibt es nur durch das nur einmalige Befüllen und Entleeren.
Ein guter Thumper hat mindestens 1/3 des Volumens des Hauptkessels. Sonst ist es ein Spielzeug.
Und wenn du den Thumper sogar genauso groß machst wie den Hauptkessel, hast du die tolle Möglichkeit, sehr dickflüssige Sachen ohne Anbrennprobleme zu destillieren: Also die Maische filtern, den gefilterten Teil in den Hauptkessel und das dicke Zeug in den Thumper. Oder sogar nur Wasser in den Hauptkessel und zB Trester in den Thumper. Das ist dann etwas, was die normale Potstill nicht kann. Je anteilig mehr vom Alkohol aber im Thumper ist, desto eher ist es dann nur eine einfache Destillation, also ein Raubrand.
Doppelt brennen ist kein zusätzlicher Zeitaufwand, da nur der letzte Brand langsam sein muss. Also zB 3 Rau- und 1 Feinbrand sind schneller als 3 mal mit Thumper.
Ein Problem beim Doppeltbrennen ist aber, wenn deine Destille sehr groß ist, möchtest du vielleicht nicht so viel von demselben Schnaps auf einmal machen. Man hat ja nach 3 Rau- und 1 Feinbrand 3-4 mal die Menge, wie nach einem Brand mit Thumper.

Du merkst vielleicht, ich bin eher ein Fan vom Doppeltbrennen. Oder sogar dreifach. Aber diese zusätzliche Funktion eines ausreichend dimensionierten Thumpers ist sehr reizvoll. Und einmal mehr brennen kann man dann immer noch.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Zauberlehrling am 15.01.2018 22:32:40 | Region: De-Nord
Ich habe, um kein Rührwerk basteln zu müssen, einen Innenkessel aus Kupfer für die Destille gemacht, da kann das "Dicke" rein ohne anzubrennen. Obendrauf kommt ein Küchenpapier und dann ein Kupferdrahtgitter, damit das Papier nicht "beiseite gekocht" wird.
Bei 5 l Gesamtvolumen kann ich so bis zu 1,5 l Dickflüssiges verarbeiten.
Funktioniert ganz gut.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Ed am 16.01.2018 09:43:46 | Region: Hier
Das mit der Maische Teilung find ich ne gute Idee , mit Dampf die pampe verwerten wäre für mich auch grade bei Obst ne gute Option aber man müsste ja mehr Maische machen um den Haupt Kessel voll zu bekommen mit Flüssigkeit. Das ich mit Thumper weniger edelbrand raus habe am Ende hab ich auch schon bemerkt bin meine Dokumentation aber noch nicht auf den Grund gegangen . Wenig Ausbeute wäre für mich schon etwas das ich als Nachteil sehe . Ich habe jedoch eine kleine Probe destille mit thumper und was ich von dem ersten Brand davon probiert habe war geschmacklich umwerfend und mich hat überrascht das ich es überhaupt probieren konnte da es 75% noch hat, der Brand is aussergewöhnlich mild . Was aber vielleicht auch daran liegt das ich direkt aus dem kühler in ein eichenholz Kohle Kissen hab Tropfen lassen ...... wer weiß , genaueres kann ich erst nach dem verdünnen sagen . Aber das wäre schonmal ein dickes Plus für einen thumper in groß , nähmlich Brände herzustellen die man anders nicht hin bekommen würde . Für echten Whiskey und Obst Sachen würde ich aber nachdem was ich jetzt weiß auch lieber doppelt brennen als den Thumper zu nehmen. Noch ne doofe Frage die ich mir grade nicht erlären kann : warum hab ich mit thumper weniger Ausbeute ??? :D M.f.g.e.d.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

der wo am 16.01.2018 21:59:05 | Region: da wer
Zauberlehrling,
klingt interessant. Hab ich noch nicht gesehen. Aber ist es nicht so, daß wenn die äußere flüssige Maische schon im Mittellauf, die innere noch beim Vorlauf ist? Und daß beim Nachlauf der äußeren, noch aus der inneren Mittellauf kommt?
Jedenfalls für Raubrände (wo die Abtrennung nicht wichtig ist) klingt das interessant.


Ed,
weniger Edelbrand mit Thumper? Verglichen mit was? Mit Doppeltbrand? Weniger liter, niedrigere % oder weniger Alkoholmenge? Nach welchen Kriterien hast du abgetrennt? Oder verlierst du insgesamt? Also inklusive Vor- und Nachlauf hast du weniger Alkohol als du in den Kessel gegeben hast?
Grundsätzlich bekommt man beim Doppeltbrennen etwas mehr Edelbrandausbeute als mit Thumper (bei gleicher Maischemenge). Dürfte aber nicht viel ausmachen. Aber zum Doppeltbrennen sollte man halt Maische für 3 - 4 Kesselfüllungen machen. Das verändert die ganze Planung.

"Brände herzustellen die man anders nicht hin bekommen würde" Geht schon auch anders. Rührwerk zB. Oder anstelle eines Thumpers NACH der Potstill baut man einen Wasserdampfkessel VOR die Potstill. Da reicht dann nämlich ein sehr kleiner Kessel (ist also billiger) der kontinuierlich mit Wasser nachgefüllt wird zB.

"Für echten Whiskey und Obst Sachen würde ich aber nachdem was ich jetzt weiß auch lieber doppelt brennen" Und für was dann den Thumper? Für Neutralalk? Gerade da würde ich den Thumper nicht nehmen. Erstens weil der Thumper keine ganze zweite Destillation macht, zweitens weil du beim Doppeltbrennen zwischen den Bränden verdünnen kannst.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Zauberlehrling am 17.01.2018 16:23:26 | Region: De-Nord
Hallo da wer,
Wahrscheinlich hast Du recht, es wird eine gewisse Arbeitsverzögerung im Innenkessel geben. Aber man braucht den ja wirklich nur beim Erstbrannt. Ich vermute auch, dass das ganze nicht funktionieren würde, wenn der Alkoholgehalt anfangs schon zu hoch ist, und dadurch im äußeren Kessel der Flüssigkeitsspiegel zu stark absinkt.
Jedenfalls hat der Innenkessel mir schon gute Dienste geleistet. Z.B. bei Maische aus überreifen Birnen. Mit Aromakorb wäre da nix zu machen gewesen.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

IchBinsNur am 17.01.2018 20:34:14 | Region: Nord-Süd
Hallo

Wie wäre es denn, wenn man diesen "im Topf Brand" nur mit Wasser durchführen würde,
also ein Topf mit Maische im Wasserbad im Kessel ? Also für ganz dicke Pampe und
das dünne einfach ganz normal extra Destillieren.

Lg.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Zauberlehrling am 18.01.2018 15:34:20 | Region: De-Nord
Das geht, ich war auch mal gezwungen, das auszuprobieren, weil ich zuviel "Dickes" hatte. Das gab mir dann die Gelegenheit zu messen, wieviel Alkohol ich da überhaupt rausgezogen habe.
Bei 1,5 l Pampe (Maische aus Mehl etwa 15%)und ca. 3l Wasser habe ich habe ich etwa 700 ml. abdestilliert mit einem Alkoholgehalt von 35%.
(Ich destilliere immer, bis das Destillat unter 5% alc fällt)
Immerhin, haben oder nicht haben, und es geht ja auch um das Aroma, was man rettet.
Ist allerdings dann nicht sehr energiesparend.
Normalerweise kommt meine Destille beim Erstbrannt mit Turbohefe-Maische auf bis zu 50%.
Bitte nagelt mich nicht auf die genauen Werte fest, ich mache leider manchmal den Fehler, mir nicht alles exakt aufzuschreiben. :-)

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Ed am 18.01.2018 09:45:15 | Region: Hier
Ich mache immer Fake Whisky nach deinem Rezept und individueller schüttung , letzte Woche hab ich es mit Thump keg gebrannt und letztes Jahr habe ich doppelt gebrannt. Letztes Jahr habe ich ich 79% edelbrand gehabt bei ca 30% rauhbrand im Kessel . Dieses Jahr mit T.K. hatte ich so 75% edelbrand bei angenommen 10% Maische im hauptkessel und ca 20% igen nachlauf im keg , und ich hab das Gefühl das weniger Ausbeute rauskam als das Jahr zuvor beim doppelbrand , hab aber nicht nach geschaut in meinem Buch . Mit Brände die man sonst nicht hinbekommt meinte ich es geschmacklich gesehen weil ich den Geschmack den ich mit keg habe beim doppelbrand so nicht hinbekommen habe bei gleicher Maische .
Mit echtem Whisky meine ich Maische ohne Haushaltszucker. Den und Obst Brände würde ich doppelt brennen wenn es mit keg nur 1,5 Destillationen sind

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

der wo am 18.01.2018 17:15:30 | Region: da wer
Zauberlehrling,
Ich war mir nicht sicher, ob du doppelt brennst. Die meisten hier machen ja aufgezuckerte Einfachbrände.
Noch eine Frage: Hängt der innere Kessel irgendwo dran? Oder stellst du ihn auf irgendwas?


IBN,
es wäre wohl ähnlich, wie wenn man Maische verdünnt. Man verwässert das Aroma und muss vielleicht ein zusätzliches mal brennen. Plus halt das Problem, daß das Wasser zuerst kocht und dann langsam die Maische dazukommt. Es wird also noch verwässerter als eh schon. Ich denke, man könnte dann auch gleich die Maische einfach verdünnen, hilft ja auch gegen anbrennen.


Ed,
79% mit Doppelbrand und 75% mit Thumper klingt beides relativ hoch, also jedenfalls nicht zu spät abgetrennt. Die 20% vom Nachlauf sind dagegen aber niedrig. Hast du den verdünnt? Die 30% Raubrand waren ja hoffentlich nicht verdünnt, oder? Dann hast du also so 1l Raubrand aus 3l Maische geholt?
Es ist halt schon schwer zu vergleichen, zwei so verschiedene Prozeduren, einmal auch Feints dabei, viel Zeit dazwischen... Ist denn der Geschmack mit Thumper einfach besser? Aromastärker oder sauberer? Die Mittellaufausbeute hängt natürlich wesentlich vom Abtrennen ab, vielleicht hast du einfach besser abgetrennt mit Thumper? Vielleicht hängen ja die nidrigere Mittellaufausbeute und der bessere Geschmack zusammen?

Grundsätzlich würde ich aber schon sagen, wenn du mit dem Thumper zufriedener bist, solltest du das nicht einfach so aufgeben. Also in diese Richtung zumindest mal weitergehen, vielleicht erweist es sich ja auch auf Dauer als richtig für dich. Außer du findest in deinem Buch noch klare Hinweise, daß beim Doppeltbrennen Fehler passiert sind.

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Zauberlehrling am 18.01.2018 20:36:14 | Region: De-Nord
Hallo da wer,
meine Destille ist ein Spargel-Kochtopf, da hatte ich noch den Edelstahl-Innenkorb. den habe ich passend zurechtgesägt, um den Innenkessel draufzustellen. Der ist ein schlichter Blumentopf aus Kupfer, dessen Durchmesser zufällig passte. :-)
Also, wie du siehst, habe ich hier eine immerhin funktionable Bastellösung gefunden.
Aber das Projekt brennen ist bei mir definitiv noch in der Entwicklung. Da geht noch was. :-)

RE: Doppelte Destillation vs. Thump Keg

Ed am 21.01.2018 19:37:13 | Region: Hier
Ich trenne den edelbrand bei dem fw bei aller spätestens 65-60% in der Vorlage , meistens verwende ich alles bis 62 weil es geschmacklich echt ok ist und Würze in den Brand bringt wie ich finde . Der nachlauf wird wohl so dünn gewesen sein weil ich solange destilliere bis ich die Menge zusammen habe die ich für den thumper brauche , da zeigt die Spindel in der Vorlage zum Schluss nicht mehr viel an . 30% waren unverdünnt , und ich habe immer so 1/3 aus der Maische heraus geholt .
Der Brand mit dem thumper ist auf jedenfall Aroma stärker,aber es sind sehr fruchtige Aromen , wie du es in deinem Whiskey Thread auch beschreibst. Nur das es beim doppelbrand von fw auch wirklich noch Ähnlichkeit mit Whiskey hat und mit thumper diese Whiskey typischen Aromen erst am Ende kommen und die fruchtigen Noten echt dominieren er schmeckt sogar süßlich und sehr mild , und das wie gesagt unverdünnt bei 75%.Womit das alles zusammenhängt weiß ich nicht . Ich könnte mir vorstellen das es auch daran liegt das ich es direkt durch ein dickes Kissen von selbst hergestellter eichenholz Kohle habe laufen lassen . Die Holzkohle filtert ein wenig und reinigt es wohl auch etwas raubt dir aber nicht so den Geschmack und das Aroma wie es bei aktivkohle der fall ist , ich meine das hab ich bei Jack Daniels gelesen und abgekupfert .
Bei dem thumper bleibe ich auf jeden Fall weil es mich positiv überrascht hat und ich das Ding auch einfach cool finde .
Ich glaube nicht das beim doppelt brennen Probleme waren , das hätte ich bemerkt,das lief alles sehr gut damals aber ich glaube jetzt , aus dem Geschmack, und dieser Diskussion schließen zu können das doppelt brennen vs. Thump keg Brand zwei ganz unterschiedliche Brände hervorbringt .

Mit freundlichen Grüßen ed