Schnaps einfach selber machen

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Juni 2018:

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Zuckerwasser mit normaler Hefe

Martin am 07.12.2013 19:15:50 | Region: Nrw
Habe alles zusammen möchte jetzt Zuckerwasser ansetzten zum testen.

Wasser Zucker alles i.o habe aber nur normale hefe geht das auch ?

wie ist das Verhältnis mit Wasser Zucker und wie lange die dauer.?

Gruß Martin

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 09.12.2013 00:40:35 | Region: Europa
Lieber Martin!

Gute Wahl als Anfangsrezept... Leider braucht da die Hefe zusätzliche Nährstoffe, da reine Kohlehydrate. Ich empfehle Birdwatcher´s Rezept oder meines:

Für 50 L :

Auf max. 109 Öchsle gehen, mehr toleriert Backhefe meist nicht, d.h. 115g/L, gibt ca. 14% Alc. rechnerisch, mehr ist bei Backhefe selbst mit tricksen nicht drin, rechne mit 11-13%.

Abhängig von Deinem Leitungswasser 1/2-1 EL Zitronensäuremonohydrat (pH sollte bei Backhefe zw. 4-5 liegen)

mind. 1 Tube Tomatenmarkkonzentrat oder 1 Paket Tomatenmark (250ml) (ess. FS, E-lyte,...)

2-3 Scheiben Vollkorn(!)Brot für Vit. B-Latte

5-10 Würfel Frischhefe, es tut auch weniger mit Starter (empfohlen), oder 5-10 Btl Trockenhefe

Zucker mit Citrat mit heißem Wasser lösen, auf 28°C abkühlen lassen, MASSIV Sauerstoff durch Rühren einblasen, Starter/Hefe und Restkomponenten beifügen, Gärspund, fertig. Bei über 20° ausgären lassen.

Das ist die Low-Budget- Primitivlösung, besser ist zusätzlich noch mit DAP, MgSO4, Thiamin und Zink(orotat) zu arbeiten, oder Hefetrester, oder NPK-Dünger, oder naturtrüben, UNGESCHWEFELTEM Apfelsaft, oder Marmite, oder, oder, oder....

Empfehle für den Anfang UNBEDINGT den Kauf eines Alcometers, einer Öchslewaage, eines pH-Meter oder Indikatorpapier, DAP und Thiamin, in absteigender Reihenfolge, kostet alles nicht die Welt...

MFG und viel Spass, Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

casanova am 20.12.2013 13:38:17 | Region: OWL
Hallo!
Bin neu hier in diesem Bereich. Mich würde interessieren, wie lange so ein Zuckermaischeansatz mit Normalfrischhefe braucht, bis er fertig ist. In einer anderen Diskussion hat ein ukrainischer Kandidat ein Frischhefe-Rezept mit Zucher, Wasser, Hefe und Rosinen vorgestellt. Gibt es hier auch schon Erfahrungen, ob das so reicht und wie lange so ein Ansatz braucht?

mfG
casanova

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 20.12.2013 23:46:31 | Region: Europa
Lieber Casanova!

Die Dauer hängt von der Umgebungstemperatur, der Starthefemenge und den verfügbaren Nährstoffen ab. Rechne grob mit 7-10 Tagen bei Raumtemperatur und opt. Startbedingungen, bis sie völlig trocken ist. Öchsle am Limit brauchen vielleicht etwas länger. Dann noch ein paar Tage zur Klärung bei niedrigen Temperaturen, wenn Du keine Schönung verwendest. Rosinen gehen sicher auch, im Endeffekt tut es jedes organische Material, je nach Zusammensetzung. Wichtig ist, dass sie nicht (zu stark) geschwefelt sein sollten. Für 50 L empfehle ich ca 100-200 Gramm. Vorher zermahlen! Rosinen sind im Gegensatz zu Tomatenmark nicht geschmacksneutral, aber nicht schlecht. Gibt weinbrandähnliches Aroma in Pot-Stills. Bei Rektifikation uninteressant, da Du da die Aromen gut abtrennen kannst, wenn Neutraler gewünscht.

MFG Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

casanova am 21.12.2013 13:35:42 | Region: OWL
Hallo Hydroxyethan!
Ich habe vor 18 Tagen eine 25-Liter-Maische mit 8 KG Zucker und 8 Päckchen Frischhefe aus dem Supermarkt angesetzt. Wie im ukrainischen Rezept habe ich dann noch ca. 40 ungeschwefelte Rosinen hinzugefügt.Die Maische blubbert in einem geheizten Keller seitdem bei 21 Grad so vor sich hin. Eine Messung mit einer Oechslespindel zeigte heute Morgen einen Wert von "40". Es blubbert alle 30-50 Sekunden. Ich habe nach der Lektüre deines Beitrages noch 2 x etwas Tomatenmark zugefügt. Bei einer Geschmacksprobe schmeckt die Maische süß und alkoholisch.

Läuft da noch alles gerade??

mfG
Casanova

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 21.12.2013 20:17:29 | Region: Europa
Lieber Casanova!

Uff, über 120 Öchsle ist für eine Backhefe eigentlich schon zu viel, würde auf über 16vol% hinauslaufen. 25 L + 8 Kg oder insgesamt 25L? Erstaunlich, dass sie überhaupt gestartet ist. Glaube nicht, dass Du sie völlig trocken bekommst. Inzwischen wohl schon zu viel Alk. 40 Rosinen ist sehr wenig. Solange es noch gärt, abwarten. Dann abbrennen, fruktoselastigen Sud eventuell recyclen. Produktqualität wird nicht sehr gut sein... Nachträglich in diesem Stadium Tomatenmark bringt nichts mehr, da vermehrt sich die Hefe nicht mehr.

Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

casanova am 22.12.2013 08:02:24 | Region: OWL
Hallo Hydroxyethan!
Danke für die Infos.
Mal sehen was dabei heraus kommt. Macht die Zugabe einer weiteren Hefe ,z. B. moonshiners choice, noch Sinn, um die Sache positiv zu beeinflussen?
Habe meine Zahlen übrigens noch einmal losgemailt, da mir nicht klar war, das die Beiträge ein wenig Zeit brauchen, bis sie hier ankommen.

mfG
casanova

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 23.12.2013 01:34:21 | Region: Europa
Lieber Casanova!

Versuchen kann man´s, aber die Erfolgsaussichten sind gering. Tritt die 6€ für den Zucker in die Tonne, die zusätzliche Spezialhefe (gibt's, Name entfallen) oder Turbo würde Dich womöglich mehr kosten, mit fraglichem Ausgang, Prozente wahrscheinlich schon zu hoch. Warte erst mal ab, was noch geht, solange es noch blubbert... dann brennen und Alk auf die Seite stellen und z.B. irgendwann mit Nachläufen verwursten, wenn nicht gut. Nächstes mal mehr Nährstoffe und weniger Öchsle nehmen, ansonsten empfehle ich ein Päckchen Turbo, da ist für Zuckermaische schon alles drin, viel praktischer und effizienter.

MFG Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

casanova am 23.12.2013 10:16:14 | Region: OWL
Hallo Hydoxyethan!
Du hast sicher Recht... doch interessieren mich mehr solche ukrainischen Ur-Basisrezepte oder auch dein Rezept.
Danke noch eimnal für die Infos am ganz frühen Morgen und vielleicht kommt ja in den nächsten Tagen der (heilige) Geist über mich oder meine Spezialmaische.
Ich habe auch in diesem Zusammenhang den Zucker-Alkoholrechner entdeckt und werde deinen Rat beherzigen.
Schöne Weihnachten wünscht

casanova

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Ancient Brewmaster am 19.04.2016 23:44:56 | Region: Usbekistan
Also: da ich schon ne Zeitlang mitgelesen hab, wollte ich ja ebenfalls mal Anfangen.

Ich dachte nen neuen Thread brauche ich ja nicht bei dem Thema, es ging mir eig, nur darum, dieses Rezept zu nehmen und anstatt normaler Backhefe Reinzuchthefe zu nehmen.

Es geht mir darum, möglichst reinen und geschmacksneutralen Alkohol zu bekommen zwecks Extraktion (für erste zumindest), dann mit der Zeit würde ich auch weitere Experimente machen.

Warum Reinzuchthefe und keine Turbohefe? Nun der Geschmack soll ja nicht so ideal sein. Ich würde mir also folgendes besorgen:

-Gärballon und Gärspund (5 Liter war die
Überlegung, meine Destille ist auf nem alten
Schnellkochtopf, da passt also sowieso nicht so
viel rein)
-Alkoholmeter
-Mostwaage
-Thermometer
-Nen Eimer um die Gärblase reinzustellen (hab nen
Heizstab aus nem Aquarium mit dem ich was Wasser
im Eimer auf Temperatur halten würde
-Reinzuchthefe und passend Nährsalz
-Tomatenmark und das Volkornbrot.


So, Indikatorpapier hab ich, Zitronensäure ebenfalls. Der Ablauf wurde ja schon zu genüge erklärt. Wäre das aber für die ersten Schritte okay?

Destille hab ich wie gesagt schon, die hatte ich mir vor ewigkeiten mal gebaut, ohne genau zu wissen, wofür eigentlich (fragt nicht, manschmal mach ich sowas).

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 21.04.2016 00:27:02 | Region: Europa
Lieber Brewmaster!

Ja, das würde schon gehen. Ohne Reflux wird's so richtig neutral nicht werden, evtl mit Aktivkohle und Natriumcarbonat im Raubrand nachhelfen. Für den Betrieb eines Soxhlets wird's schon reichen... Premiumvodka wird's wohl nicht. Wenn Du günstig arbeiten willst nimm doch ordinäre Backhefe. Dazu empfehle ich Dir diesen absolut obligatorischen Thread:

http://www.schnapsbrennen.at/diskussion/20141105225333-01.html#20141105225333-01

Und los geht's!

MFG Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Ancient Brewmaster am 21.04.2016 16:33:29 | Region: Usbekistan
Okay ja, das werde ich dann so versuchen. Der Thread ist recht interessant,da werde ich schauen, was ich daraus entnehmen kann.

Was die Hefe angeht: Wenn Reinzuchthefe in meinem Falle keine wirkliche Vorteile bringen würde, würd ich auch normale Backhefe nehmen, Nährsalze müsste ich ja so oder so hinzufügen. Das Ergenniss soll ja auch kein Prenium Produkt werden, erstmal sind es ja nur Versuche.

Ja ne Kolonne wäre natürlich sehr fein zum Destillieren, aber ich meine ich weiss wie so ne Kolonne prinzipiel Funktioniert, aber sowas dann in der Praxis nachzubauen, ist nochmal was anderes. Das wird früher oder später vll. auch kommen, aber eins nach dem anderen.

Danke aber für deine Antwort und den Link!

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 09.12.2013 01:05:42 | Region: Europa
Sorry, Tippfehler: Meinte natürlich 230g/L Zucker!!!

134g/L ist der erwartete Alc.-Gehalt!

Bitte im obigen Beitrag korrigieren, Danke!

Hydroxyethan

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Tickle am 09.12.2013 23:04:21 | Region: Virginia
Ich würde gerne wissen wie das schmeckt weiß das einer?

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

augenröter am 10.12.2013 08:19:48 | Region: die welt
ist das nicht ein wenig aufwendig für den anfang.schau mal im buch vom chef nach.geht einfacher und funktioniert super

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Hydroxyethan am 10.12.2013 16:35:41 | Region: Europa
Liebes Rotauge!

Habe das (wirklich tolle) Buch (Spitzenbasis für Anfänger) inzwischen auch in meiner Bibliothek ;-), kann darin aber kein reines Zuckerrezept ohne Turbohefe (wo ja die benötigten Nährstoffe integriert sind) finden. Seitenangabe? Ansonsten platzt das Buch vor guten und fundierten Rezepten... Sind alle (und das nicht grundlos, arbeite selbst meist hochgradig) auf hochgradigen Maischen basiert, Turbo also vonnöten. Wer nur Zugang zu Backhefe und Zucker hat, braucht ein anderes Rezept, muss für Nährstoffe sorgen, die Öchsle anpassen und den pH erhöhen. Backhefe mag einen pH von 3 nicht wirklich...

MFG Hydroxyethan

Natürlich weiß ich wie das schmeckt... sehr neutral, darum geht´s ja! Deswegen auch Tomatenmark als org. Basis, kommt nicht durch...

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

der verrückte Hutmacher am 10.12.2013 20:57:26 | Region: Wunderland
Warum setzt hochgradige Maische Turbohefe voraus? Man spricht doch ab 10..12% von hochgradig. Ich mache schon seit Jahren Met (Honigwein) mit Portweinhefe und vergäre auf 15%. Ich verwende ausschließlich diese Hefe wegen des Geschmacks. Andere Hefen ergeben zumindest beim Met keinen so guten Geschmack. Für Brennmaische nehme ich die Moonshiners choice (günstiger) und die schafft ebenfalls problemlos 15..16% bei Obstmaischen.

RE: Zuckerwasser mit normaler Hefe

Mondscheiner am 28.01.2016 22:28:40 | Region: Planet Erde
Mahlzeit, ich nehme für einfachen Schnaps die Zutaten in dem Verhältnis 5 Liter Wasser zu 2 KG Zucker zu 1 Würfel Backhefe aus dem Kühlregal.
Die Hefe gebe ich dazu, wenn alles auf Raumtemperatur abgekühlt ist. Danach wird der Maischebehälter in eine Heizdecke eingewickelt. Diese ist 3-stufig regelbar und wird auf Stufe 2 eingestellt. Das Ganze wird mit einer Wolldecke abgedeckt und gärt dann vor sich hin.
Wenn ich feststelle, dass die Gärung beendet ist, wird destilliert.
Beim ersten Brenndurchlauf schneide ich bereits Vorlauf ab. In meiner 30 Liter Destille ist das ca. die Menge von 0,05 bis 0,1 Liter... Nie gemessen, mache ich nach Geruch...
Danach fange ich auf, um das Destillat weiter zu verwenden.
Ich schneide vom Destillat einen separaten Teil im Bereich von 50 bis 45 % Alkoholgehalt ab, weil das ein Schnaps von bereits sehr guter Qualität ist. Dann wird weiter aufgefangen, bis kein Alkohol mehr im Destillat ist.
Den separat aufgefangenen Teil trinke ich dann, wenn ich mal Lust auf ein Glas habe.
Nebenher destilliere ich mal immer wieder auf diese Weise, bis die Menge des restlichen Destillats, welches ich vor und nach dem bereits zum Trinken Vorgesehenen aufgefangen habe, eine Menge ergibt, die gut in meinen Brennbehälter passt.
Dann wird destilliert, wobei ich die Temperatur am Anfang sehr langsam erhöhe, um möglichst Präzise weiteren Vorlauf abschneiden zu können.
Auch hier fange ich den Bereich 50 bis 45 % separat auf, weil der jetzt eine außerordentlich gute Qualität hat.
Sobald das weitere Destillat blöde schmeckt (ich weiß, ungeschickte Ausdrucksweise), pfeife ich auf Nachlauf und beende die Destillation.
Alles, was noch im Brennbehälter ist, dient wunderbar als Unkrautvernichter.
Den Rest verschneide ich entweder mit Wasser auf Trinkstärke oder setze ihn mit Kräutern oder Obst als späteren Likör an.