Schnapsbrennen in 5 Schritten

Schnaps selbst brennen ist ein schönes Hobby. Wenn man jedoch Schnaps von guter Qualität selbst herstellen möchte, genügt es nicht die Früchte einfach in ein Fass zu geben und stehen zu lassen. Das Einmaischen der Früchte (= Obst zermatschen und vergären) – und das Destillieren der Maische (= Schnapsbrennen) erfordert ein gewisses Maß an Grundwissen. Erst dann wird das Herstellen von Schnaps richtig Freude machen.

Warum Schnaps selbst destillieren?

Es gibt in allen Supermärkten unzählige Brände zu kaufen. Bei Spezialanbietern können Sie nahezu jede Frucht als Destillat kaufen. Warum soll man sich also die Mühe machen, Schnaps selbst zu brennen?

  • Schnapsbrennen ist eine gute Möglichkeit, das eigene Obst sinnvoll zu verwerten.
  • Im kleinen Maßstab können Sie zahlreiche Schnäpse herstellen, die kommerziell kaum erhältlich sind.
  • Wenn Sie Alkohol selbst durch Einmaischen herstellen, können Sie im Hobbybereich eine Top-Qualität erzeugen. Denn nur bei geringen Obstmengen ist es möglich, alle faulen Früchte und Stängel zu entfernen.
  • Schnaps selbst brennen ist ein Hobby, das zu vielen Experimenten führt und dadurch einfach große Freude macht.

Schnaps selbst herstellen – eine kleine Anleitung

Wie funktioniert das nun mit dem Schnapsbrennen? Kann jeder Schnaps selbst brennen? Was genau muss man beim Schnapsbrennen machen?

  1. Rechtliche Lage beim Schnapsbrennen

    Das Brennen von Alkohol ist in jedem Land rechtlich anders geregelt. Nehmen Sie zuerst mit Ihrem Zollamt Kontakt auf oder informieren Sie sich im Internet, ob Sie auch Schnaps selbst legal brennen dürfen.

  2. Das Obst zum Einmaischen

    Verwenden Sie nur sauberes, gutes Obst, das sie auch z.B. zum Kuchenbacken verwenden würden. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass leicht angefaultes und schmutziges Fallobst dazu geeignet ist, guten Schnaps selbst zu machen.

  3. Die Gärung

    Das zerkleinerte und zermatschte Obst kommt in ein Fass mit Gärspund. Der Gärspund ist für die Alkoholgärung unverzichtbar! Geben Sie auch Hefe, Verflüssiger und Säure hinzu, denn nur damit können Sie eine einwandfreie Maische ohne Schimmel und Fäulnis herstellen.
    Möchten Sie eine herkömmliche Maische machen, dann müssen Sie die Maische unmittelbar nach Gärende brennen. Die hochgradige Maische wird hingegen zumindest 6 Monate gelagert bis sie destilliert wird. Hochgradige Maischen sind nach dieser Lagerzeit vorlauffrei.

  4. Die Destillation – das Schnapsbrennen

    Beim Alkohol Brennen verwenden Sie die Maische mit den Fruchtstücken, keinesfalls die Maische vor dem Destillieren abfiltrieren, denn dann würden Sie Aroma verlieren. Da Sie nun Fruchtstücke in der Schnapsbrennanlage haben, brauchen Sie unbedingt einen Anbrennschutz, bei großen Schnapsbrennereien werden Geräte mit Doppelmantelkessel und Rührwerk angeboten, das ist jedoch im kleinen Maßstab für den Hobbybereich nicht sinnvoll.
    Hat Ihre Maische weniger als 10%vol Alkohol, müssen Sie doppelt brennen. Haben Sie einen höheren Alkoholgehalt genügt eine einfache Destillation, dies ergibt mehr Aroma im Destillat als ein doppelt gebrannter Schnaps.
    Trennen Sie den Vorlauf ab. Auch wenn Ihre Maische sauber und vorlauffrei ist, sollten Sie z.B. bei einer 1,5 Liter Maischefüllung zumindest 30 Tropfen abnehmen. Destillieren Sie nun den Edelbrand bis 91°C und beenden Sie die Destillation.

  5. Das Verdünnen

    Bei Schnapsbrennern gibt es bezüglich Verdünnen des Schnapses zwei Meinungen: sofortiges Verdünnen und Verdünnen erst nach der Lagerung. Beides hat Vor- und Nachteile. Wir bevorzugen das sofortige Verdünnen, der fertige Schnaps wird dann in Glasflaschen gelagert.
    Einzige Ausnahme, bei der das sofortige Verdünnen nicht sinnvoll ist: wenn Sie den Schnaps in einem Holzfass lagern, verdunstet ein Teil des Alkohols. In diesem Fall sollten Sie erst nach der Lagerung den Schnaps verdünnen.
    Lagern Sie den Schnaps nur in Glasbehältnissen, Keramik oder Edelstahl, keinesfalls in Kunststoffgebinden.

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