Wie wird Schnaps selbst gemacht?

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Juni 2018:

Seit der letzten größeren Umstellung der homepage und der Foren sind inzwischen unglaubliche 16 Jahre (!) vergangen. Wenn man bedenkt, dass im Internetbereich bereits zwei bis drei Jahre eine Ewigkeit sind, ist das durchaus beachtlich. Jedenfalls hat sich inzwischen technologisch dermaßen viel getan, dass es zwingend notwendig geworden ist, nicht nur die Foren, sondern gleich den gesamten Web-Auftritt von Grund auf komplett neu zu gestalten und die Programmierung auf den letzten Stand der Technik zu bringen. Einhergehend wurden natürlich diverse neue Features eingeführt, z.B. war es längst überfällig, dass zu einem Forumsbeitrag auch Bilder hochgeladen oder die Foren mittels RSS-feed abonniert werden können. Bilder, die auf externe homepages gespeichert und dann hier mittels img-tag eingebunden wurden, haben wir selbstverständlich nachträglich eingepflegt, damit keine wertvolle Information verloren geht. Jedenfalls wünschen wir auch weiterhin viel Spaß beim Erfahrungsaustausch und Ausprobieren!

Juni 2002:

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So das war's auch schon, wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erfahrungsaustausch, Lesen, Beiträge verfassen und natürlich auch beim anschließenden Ausprobieren! Dr. Malle & Dr. Schmickl
Derzeit befinden sich 4493 Einträge im Forum.
  • Eintrag Nr. 4493

    Sommer_05 | AT, 30.10.2020 13:35:53

    Hallo,

    als langjähriger hobbybierbrauer hat es mich schon immer interessiert mit meinem braukessel (speidel braumesiter) auch schnaps herzustellen.

    ich habe mir also eine kleine anlage lt der schnapsbrennbibel von malle/schmickl zusammengestelt (incl tellerkühler, vorlage und digitales dampfthermometer).


    heute der erste versuch mit billigen wein (1,99 der doppelliter !!!)

    habe alles wie im buch beschrieben gemacht, aufgeheizt (kein vorlauf da weisswein) und das destillat tropft/rinnt ganz gut aus dem kühler, riecht gar nicht scharf und schmeckt - welch wunder - nach weinbrand.

    mittlerweile bin ich jedoch schnell bei den 91 grad angekommen

    nur mit der temperaturregelung kämpfe ich ein wenig. da mein braumeister elekronisch mit einer heizwendel aufgeheizt wird steigt die temp am dampfthermomether (digital, am höchsten punkt) rasch an und überschreitet auch schnell mal die 91grad . die temp im kessel ist ca 95 grad. sobald ich die heizung abdrehe oder die kesselsolltemp erreicht ist und sich die heizung automatisch abschaltet, fällt die dampftemperatur rasch ab, kommt auch , wenn ich nicht schnell reagiere unter die empfohlen vorlaufgrenze von 80 grad oder darunter . sobald ich sie wieder aufdrehe steigt die temp sehr rasch an und ich bin sofort auf 91 grad. so geht das spielchen schon eine ganze zeit. der alkoholgehalt hat bei über 60% begonnen und pendelt sich jetzt bei knapp 47% ein.

    meine fragen wären deshalb:
    1) wenn der vorlauf bei einer herkömmlichen maische schon rausdestilliert wurde und die dampftemp wieder unter 80 grad sinkt ist das ein problem ?

    2) ist das regelverhalten bei gas betriebenen kesseln auch so das die dampftemp. so schnell steigt und fällt oder liegt das an meiner kombination ?

    3) was ist der bessere indikator wann der nachlauf beginnt - die dampftemperatrur oder der alkoholgehalt gemessen an der vorlage.

    vielen dank für eine antwort
    ein newbie


    Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.
  • Eintrag Nr. 4492

    Burner | Southeast, 30.10.2020 11:09:29

    Hallo Herr Dr. Schmickl.


    ich hatte da mal eine Idee.
    Meine Frau braucht für ihren Eierlikör immer mal was sehr Hochprozentiges.
    Macht es Sinn, aus einem schon gebrannten Neutralalk nochmal 250 ml abzudestilliern, und den Rest dann einfach zu behalten, um z.B. Angesetzten draus zu machen oder zu vergeisten?

    Denn der Neutralalk wird in Summe ca. 76% haben, und die abdestillierte Fraktion sollte ja dann deutlich über 80% liegen?


    Ich hoffe, sie verstehen, was ich meine.

    Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.
  • Eintrag Nr. 4491

    Karsten | Deutschland, Schleswig Holstein, 26.10.2020 18:47:11

    Hallo nochmal zur Frage Eintrag Nr. 4489 und Ihrer Antwort,


    Erstmal Danke für Ihre Antwort.


    Nur zur Sicherheit:

    Ich habe Gärung nicht mit Lagerung verwechselt. Im Buch steht auf Seite 52 Aufbewahrung der Maische "Hochgradige Maische, als >16%vol. können Sie kühl und luftdicht verschlossen ein Jahr... ". Zu diesem Passus waren meine Fragen 1-5 gemeint. Was ist kühl?


    Ich habe das Buch nochmal gelesen um auf Nummer sicher zu gehen. Ich habe keinen Passus gefunden, in dem auf schwankende Temperaturen eingegangen wird und darauf, dass dieses sogar gut ist. Habe ich etwas übersehen?


    Aus Ihrer Antwort nehme ich mit, dass die Temperatur gerne schwanken kann und die Temperatur egal ist. Korrekt?


    Entschuldigen Sie die Nachfrage. Ist mein erstes Fass und ich möchte nichts riskieren ,-).


    Viele Grüße,

    Karsten

    Antwort
    dass die Temperatur gerne schwanken kann und die Temperatur egal ist. Korrekt?

    Ja, das ist korrekt.


  • Eintrag Nr. 4490

    Schnapsi | Österreich, 21.10.2020 19:00:05

    Hallo zusammen,

    probiere heuer das erste mal Schnaps zu brennen.

    Ich habe 10 liter Birnenmaische angesetzt und 10 liter Apfel Birne Maische.

    Gabe es klein geschnitten, gestampft und mit Gärfix für Kernobst laut angabe eingemaischt. Der Gärspund blubbert ca. bei jedem Fass alle 30 sec.

    Meine Frage: Ich habe es letzten Freitag eingemaischt. Temperarur zwischen 16 und 19 crad. Aber eine Stürmische Gärung ist das nicht gerade... Gut? Schlecht?


    Ich habe auch fälschlicherweise das Biogen M gleich in die Maische getan, schlimm?


    Die festeren Obstanteile sehen immer noch fast genauso aus wie beim einmaischen, normal?


    Vllt kann mir jemand noch paar Tipps geben... oder kann auch meine Fragen beantworten.


    Die Fässer sind zwei Speidel Fässer mit 12 liter und Gärspund.

    Schöne Grüße und Vielen dank schon mal.





    Antwort

    ad 1) Temperatur ist optimal, Hauptsache es gärt und es gärt langsam. Ob zu Beginn (temperaturbedingt) eine stürmische Gärung bemerkbar ist, ist nicht so wichtig.

    ad 2) Besser vor der Hefezugabe als drei Tage später, wie es auf der Flasche steht. Sonst besteht die Gefahr, dass die Gärung durch die radikaler Änderung des Gärmediums ganz oder zumindest fast zum Stillstand kommt.

    ad 3) Ja, daher empfiehlt es sich auch nach einer Woche Gärzeit die Maische zu mixen.

    Viele weitere Tipps und Tricks um eine optimale Maische zum Schnapsbrennen zu erzeugen finden Sie in unserem Buch "Schnapsbrennen als Hobby".


  • Eintrag Nr. 4489

    Karsten | Deutschland, SH, 20.10.2020 12:30:47

    Hallo nach Österreich,

    die Frage ist ausversehen im Forum gelandet. Eigentlich handelt es sich aber um eine Fachfrage:


    Gerade bin ich dabei nach der sehr guten Buchanleitung das erste Mal zu brennen.


    Meine Fragen zur Lagerung von hochgradiger Maische:


    In Ihrem Buch steht, dass die Maische mit wenig "Luft" möglichst lange kühl gelagert werden soll.

    - Was bedeutet kühl?

    - Gibt es auch ein "zu kühl"?

    - Welche Temperatur ist optimal?

    - Kann die Temperatur schwanken oder mindert dieses die Qualität?

    - Ist es wichtiger eine Termperaturänderung zu verhindern oder eine bestimmte Temperatur zu ermöglichen?


    Dann noch eine Frage zum Lagerungsbehälter.

    - Gibt es eine Empfehlung?

    - Da möglichst kein Sauerstoff enthalten sein soll: wäre es auch möglich die Maische einfach im Gärfass mit Gärspund zu lassen, wenn man sicherstellen kann, dass das Wasser rechtzeitig aufgefüllt wird?


    Danke für das tolle Buch. Meine erste Maische schmeckt bereits jetzt super lecker (fast zu schade zum Brennen).


    Viele Grüße,

    Karsten
    Antwort
    Danke sehr! :-)

    ad 1 bis 5) Bitte nicht Lagerung mit Gärung verwechseln. Im Buch steht, dass bei der Lagerung einer hochgradigen Maische Temperaturschwankungen sogar eher von Vorteil sind, so lange das Fass luftdicht verschlossen ist, damit nichts verdunsten kann.

    ad 6) Das Gefäß in dem die Maische vergoren wurde. Im Fachhandel werden spezielle Maischefässer bzw. Mostfässer angeboten, diese sind dafür optimal geeignet.

    ad 7) Das Problem mit dem Sauerstoff besteht nur bei herkömmlichen Maischen, steht auch so im Buch. Hochgradige Maischen sind wegen dem hohen Alkoholgehalt haltbar, da spielt es keine Rolle, wenn das Fass manchmal geöffnet wird um etwas zu entnehmen.

  • Eintrag Nr. 4488

    Der Hobbybrenner | Oberösterreich, 18.10.2020 11:06:24

    Hallo Hr. Dr. Schmickl,


    Frage 1: Ich habe gestern Met gebrannt, nach Ende des Brennvorganges habe ich den Met diesmal nicht weggeschüttet sondern auskühlen lassen und dann gemessen, der Alkoholgehalt ist nun immer noch 10 % soll ich einen weiteren Brennvorgang mit dem bereits gebrannten Met machen?


    Frage 2: Ich habe hochgradige Maische aus Marillen und Zwetschgen angesetzt. Beide Maischen sind mittlerweile fertig vergoren. Ich habe bei beiden Maischen die Steine drinnen gelassen, ist das okay, kann ich die Steine drinnen lassen oder soll ich sie aus der bereits vergorene Maische heraus nehmen und die Maische dann mind. 6 Monate Lagern oder soll ich alle Steine bis zum Destillieren drinnen lassen?


    Frage 3: Bei beiden Maischen hat der Gärprozess ca. 1,5 bis max. 2 Monate gedauert, Sie scheiben im Buch und auch im Skript dass die Gährung 2,5 Monate andauern soll. Die Temperatur während der Gährung war immer konstant knapp unter 19 Grad. Wie kann ich die Gährzeit verlängern?


    Vielen Dank für die Antworten,

    G.

    Antwort
    ad 1) nein, nicht sinnvoll. Natürlich sollten Sie dies trotzdem mit einer kleinen Menge ausprobieren, um diese Aussage zu bestätigen oder eben nicht.
    ad 2) drin lassen

    ad 3) Das ist schon OK so, Sie müssen die Gärzeit nicht unbedingt verlängern. Hauptsache es gärt langsam, damit kein Geschmack ausgeblasen wird.

  • Eintrag Nr. 4487

    pepelasal | süddeutschland , 15.10.2020 15:13:05

    hallo nach österreich,


    wenn ich z.b. whiskymalz weiterverarbeiten will, aber ohne maischevergärung, was wäre dann der richtige weg? schroten und dann im grunde wie beim bierbrauen kochen und dann statt hefe rein (ich will keine vergärung) den primasprit dazu. also im grunde einen angesetzten und dann nach x tagen nochmals destilieren? oder malz schroten und mazerieren mit primasprit und dann feinbrennen? oder oder oder ??? und wie wäre danach die bezeichnung? Whisky (nach 3 Jahre Faßlagerung)? oder kommt da eh nichts geschmagliches raus?


    vielen dank für das super buch.

    Antwort
    Danke sehr! :-)

    Stimmt, die erste Beschreibung ist eine sinnvolle Möglichkeit, die zweite aber ebenfalls. Da ich weder das eine noch das andere je ausprobiert habe, kenne ich weder das eine noch das andere Ergebnis. Gemäß Beschreibung sollte theoretisch die erste Variante sinnvoller sein, trotzdem sollten Sie auf jeden Fall beides mit einer kleinen Menge ausprobieren, um sich Ihre eigene Meinung bilden zu können.

  • Eintrag Nr. 4486

    Quitte | Ch, 15.10.2020 08:09:25

    Guten Tag Herr Schmickl

    Zur Zeit habe ich eine Quittenmaische von 80 Liter am gären gemäss ihrem Buch. (Ich habe die Quitten mit dem Brennofen gekocht und anschliessend gemixt). Bei der Zugabe von Flüssigkeit habe ich 15 Liter Apfelmost und ca. 10 Liter Wasser. In ihrem Buch steht ca. 30% Wasserzugabe. Die Maische ist meiner Meinung trotzdem recht trocken, soll ich zusätzlich Wasser dazugeben oder wird dadurch der Geschmack reduziert?


    Antwort

    Ja, stimmt, trotzdem ein wenig Wasser und auch Verflüssiger zugeben. Gründlich mixen nicht vergessen.

  • Eintrag Nr. 4485

    Der Geistreiche | Halle (Saale), 12.10.2020 11:31:59

    Ihre Antwort auf Frage Nr. 4477:

    "Sie versuchen anscheinend, während der Destillation die Temperatur konstant zu halten, was physikalisch gar nicht funktionieren kann."


    Wieso denn nicht? Das ist genau was ich die ganze Zeit mache. Mit Hilfe der Gasflamme kann ich die Temperatur sogar sehr konstant bei 85°C halten. Ich arbeite in einem Labor und destilliere dort auch nach diesem Prinzip. Dort sind es zwar andere Substanzen, aber das Prinzip sollte doch übertragbar sein. Wie würden Sie vorschlagen die Temperatur zu regeln/überwachen?



    Antwort

    Sorry, aber die Fachfragen sind nicht dafür geeignet um fehlendes Wissen bei den physikalischen Grundlagen umfassend zu erklären. Jedenfalls ist das der Grund warum es bei Ihnen 5,5 Stunden lang dauert um 2 Liter Maische zu destillieren. Dass da irgendwas nicht stimmen kann, haben Sie schließlich ja auch schon selbst erkannt, sonst hätten Sie hier auch keinen Eintrag gepostet... Unser Buch ist nicht das einzige in dem die Grundlagen einer Destillation sehr ausführlich und für Laien leicht verständlich erklärt werden.

  • Eintrag Nr. 4484

    MartinSt. | Leopoldsdorf im Marchfelde, 08.10.2020 09:24:27

    Hallo nochmal!


    Ich trenne diese Frage von der vorherigen thematisch etwas anderen Frage.


    Meine ersten 3 hochgradigen Obstmaischen (Trauben weiß, rot, Birne) gären so 1- 1 1/2 Monate vor sich hin und bei allen kam ich unter Verwendung der Prestige Turbohefe recht bald auf ca. 18% vol. Es gab da zu Beginn doch eher Tendenzen in der Anzeige bei 18,5 - 19%, was jetzt 3 Wochen später aber relativ konstant 18% bleibt. Gemessen mit einem Vinometer.


    Sie beschreiben im Buch, dass ein zuvor noch höherer Zuckergehalt in der Maische zu Abweichungen führen kann und eher zu einem plus von ca 2% am Vinometer in der Anzeige führt. Das würde meinen beobachteten Verlauf erklären. Aber dennoch frage ich mich, warum sich alle Maischen jetzt bei 18% eingependelt haben, da ja 20% mit entsprechend berechneter Zuckerzugabe das Ziel waren/sind.


    Kann sich da im restlichen Gärmonat noch etwas tun? Geschmack immer noch etwas süßlich.

    Ist die Hefenmischung je nach Charge etwas unterschiedlich?


    Und nochmals vielen Dank für Ihren Rat,

    Martin

    Antwort

    Ja, auch gegen Ende der Gärung verändert sich die Maische noch. Vinometer haben zwar den großen Vorteil, dass sie sehr einfach zu handhaben sind, außerdem ist die Messung in wenigen Sekunden abgeschlossen, aber der große Nachteil ist die Ungenauigkeit, wie im Buch auch beschrieben. Daher: ob das Vinometer 20 oder 18 %vol anzeigt, liegt im Bereich der Ungenauigkeit der Messung. Von einem Vinometer ist nicht mehr als ein Schätzwert zu erwarten, der genügt beim Schnapsbrennen aber vollkommen.

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