Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 4005:

    Hallo Herr Dr. Schmickl,
    nach der Lektüre Ihres Buches und einem Großtei der Fachfragen stellen sich mir noch einige Fragen.

    1. Ist es wirklich nötig, wie von Ihnen beschrieben, eine ausgegorene Zuckermaische vor dem Brennen noch mind. ein halbes Jahr stehen zu lassen? Was passiert in dieser Zeit? Eigentlich sollten ja hierbei keine nennenswerten Vorlaufbestandteile entstehen.

    2. Welchen Unterschied macht es den Zucker als Kristallzucker oder in Form von Läuterzucker zuzugeben?

    3. Ich möchte Zwetschgen, Äpfel und Birnen einmaischen.
    Meine geplante Vorgehensweise sieht wie folgt aus:
    - Zwetschgen aufschneiden und Kerne entfernen
    - Fruchtfleisch im Mixer zerkleinern
    - Fruchtbrei, Kerne, Verflüssiger, Biogen M und erste Zuckergabe im Gärbehälter vermischen
    - Wenn PH-Wert i.O. Turbohefe zugeben und Behälter verschliessen
    3.1 Ist das so machbar ?
    3.2 Kann ich eine brennbare Maische aus o.g. Früchten komplett ohne zusätzliches Wasser herstellen?
    3.3 Ist es ein Problem, wenn ich die Äpfel/Birnen im Mixer zerkleinere ? (wegen den Kernen) oder muss ich die "Gummistiefel-Methode" anwenden?

    4. Haben Sie Literaturtips/internetadressen für mich, wo ich mich genauer über die physikalischen, chemischen und biologischen Vorgänge beim Vergären und Brennen informieren kann?
    Ich möchte etwas mehr über die theoretischen Hintergründe erfahren.

    5.In älteren Fachfragen verweisen Sie immer wieder auf das Buch "Handbuch für Schnapsbrenner", was ist der Unterschied zu "Schnapsbrennen als Hobby"?,
    bzw. wo kann ich dieses Handbuch beziehen, denn ich habe bis dato nur gebrauchte Exemplare gefunden.

    mfg
    B.M.


    Bill, Bayern
    21.Aug.2014 16:38:37



    Eintrag Nr. 4004:

    Sehr geehrter Herr Schmickl,

    mit folgender Frage möchte ich mich an Sie wenden: Darf ich das Destiallationsprodukt gemäß EU-Spirituosenverordnung "Geist" nennen, wenn statt der unbehandelten Kräuter deren Wasserdampfdestillationsprodukte bei der Geistherstellung (dann natürlich mit Ethanol) eingesetzt werden?


    Christian, Norddeutschland
    20.Aug.2014 14:44:49



    Eintrag Nr. 4003:

    Hallo, ich habe 2 fässer Mirabellen und 2 fässer Zwetschgen eingemaischt. Wie hoch ist der Alkoholgehalt nach Beendigung der Gärung? Wie lange gärt es ungefähr? 4-6 Wochen? Reinzuchthefe zugefügt und Maische verkleinert.

    Vielen Dank


    Suter Michel, Basel (CH)
    19.Aug.2014 21:34:29



    Eintrag Nr. 4002:

    Moin, moin Herr Schmickl,
    habe eine Marillenmaische angesetzt. Die ist jetzt fertig vergoren. Wie kann ich den genauen Alkoholgehalt der Maische feststellen? Ich glaube, dass ein Vinometer nicht die genaue Prozentzahl anzeigt, da ja in der Maische Schwebeteilchen sind. Auch ein filtern durch einen Kaffeefilter hält die Schwebeteilchen nicht komplett zurück. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.


    Skipper, BRD / NDS
    19.Aug.2014 10:14:37



    Eintrag Nr. 4001:

    Guten Abend Herr Schmickl!

    Habe jetzt viel hier herumgeforscht und auch viele Fragen beantwortet gekriegt. Aber diese eine muss ich dann doch noch stellen. Sie sagen ja immer mann soll bei Pflaumen(Zwetschken) etwa 10% der Kerne mitbrennen und darauf achten das möglichst keine kaputt sind. Habe eine 10l Maische angesetzt und auch nur einzwei Kerne sind dabei kaputt gegangen, soweit sogut. Nun hab ich aber schon ein paar mal gelesen das da wo der Sliwowitz herkommt alle Kerne mitgebrannt werden... Kann man das nun machen oder ist das giftig? Es soll wohl nur ein ( im wahrsten Sinne des wortes ) sehr kerniger Geschmack dabei rauskommen. Vielen Dank schon mal ;)

    MfG

    der Seesack


    Seesack, weit oben im nordosten
    18.Aug.2014 22:57:28



    Eintrag Nr. 4000:

    Hallo Herr Schmickl,

    wir haben aus Italien einige kg Feigen mitgebracht und daraus eine Maische hergestellt, die bereits vor sich hingärt. Was mir etwas Sorgen bereitet, ist der vergleichsweise hohe Anteil an faserigen Fruchtbestandteilen in der dicken Schale der Feigen.

    Sollte man die Maische, wenn sie ausgegoren ist, z.B. besonders lange einlagern, damit schädliche Stoffe abgebaut werden bzw. ist damit zu rechnen, dass es besonders viel Vorlauf gibt? Kann evt. sogar Methanol entstehen?

    Beste Grüße

    F.R.


    F.R., Bayern
    18.Aug.2014 10:26:54



    Eintrag Nr. 3999:

    Moin Herr Dr. Schmickl,

    habe vor einigen Tagen gefrorenen Himmbeeren aufgetaut und wie gewohnt eingemaischt. ( 1/3 Zucker,Turbohefe, Biogen und Verflüssiger) Allerdings war die Maische noch sehr kalt.
    ( Der Maischeeimer war beschlagen) Der Beginn der Gärung war erst 2 1/2 Tage später, und sehr sehr langsam. Die Hefe war in Ordnung, da ich damit auch ein paar Tage vorher Kirschen eingemaischt habe.
    Jetzt, erst nach ca. 5 Tagen, ist eine stürmische Gärung zu beobachten. ( Kellertemperatur ca.17,5 Grad )
    Kann es sein, dass die anfangs sehr langsame Gärung eine Wildgärung war und die Turbohefe sich schließlich durchgesetzt hat ? Wie kann ich feststellen ob eine Wildgärung stattgefunden hat bzw. noch stattfindet ? Der Geschmack ist allerdings sehr gut und fruchtig.

    Vielen Dank vorab


    zappenduser, Norden
    17.Aug.2014 13:54:55



    Eintrag Nr. 3998:

    Hallo
    Bringen frische Himbeeren im Aromakorb noch besseres Aroma beim Brennen von Himbeermaische
    Danke für die Antwort


    Schnapsi, Mostviertel
    15.Aug.2014 18:32:10



    Eintrag Nr. 3997:

    Hallo
    Kann man nach dem einmaischen von Himbeeren einen Neutralalkohol dazugeben vor dem Brennen um mehr Ertrag zu bekommen
    Danke für Ihre Antwort


    Schnapsi, Mostviertel
    15.Aug.2014 18:27:20



    Eintrag Nr. 3996:

    Hallo Dr. Schmickl,
    Nochmal ein Paar Fragen im Betreff Geistherstellung. Es ist mir klar warum G.A. im Kessel auf 10%-12% verdünnt werden muss. Aber, ist das "immer" auch wirklich "immer"? Gibt es keine Ausnahmen? Nachteil ist, meiner Erfahrung nach, einem geringeren Ergebnis bei gleichem Menge in dem Aromakorb? Dazu kommt das ich bis her immer unverdünntes G.A. (Zuckermaische 18% Vol.) verwendet habe ohne spürbare Geschmacksfehler.
    Danke sehr für Ihren Reaktion.
    Cornelius, Bayern


    Cornelius, Bayern
    13.Aug.2014 10:52:11


      Hier geht's nur um die Größenordnung. Ob 12 oder 18%vol wird kaum bemerkbar sein. Jedoch sollten Sie keinen Alkohol mit ca. 45%vol oder noch mehr verwenden.

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