Fachfragen zum Schnapsbrennen



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    Eintrag Nr. 3028:

    Wieviel nachlauf entsteht bei einer Zuckermaische?? und wie erkenne ich sie??
    grüße an alle Schnapsbrenner
    thanol


    thanol, Deutschland
    07.Dez.2007 16:22:23


      Nachlauf bemerken Sie am Geschmack. Da er nicht giftig ist, sondern nur grauslich schmeckt, hat hier jeder seine eigene Grenze. Wir empfehlen bis 91°C zu destillieren und danach mit der Nachlaufabtrennung zu beginnen.

    Eintrag Nr. 3027:

    Hallo
    Ich bin im Gebiet alcohol brenenn vollkommen unerfahren und daher wollte ich ma fragen wie das mit dem Brennen ist.
    Ich habe mir einen Destille gebaut aus einem Kochtopf, auf dem Kochtopf habe ich ein 1 Meter langes Rohr gelötet, danach ein 30 cm langer abknick und nochmal ein 10 cm langes Rohr nach unten gelötet und dann nochmal ein senkrechter abknick. Ist das ok mit dieser Destille zu brennen?? Sie besteht aus Kupfer aus dem Baumarkt. Jetzt zu meiner 2 Frage wenn ich eine Zucker maische mit 1000g Zucker pro liter 2 Tage lang gähren lasse bei 7 Liter, wie viel Hefe brauche ich dann?? geht auch übliche Backhefe?? wie lange ist denn dann der Vorlauf?? 3-4 cl?? und der Nachlauf?? entsteht Methanol wenn ich aus dem fertigen gebrannten alcohol mit Apfelsaft anreicher?? kann ich das Destillat bei 80 grad Destillieren??
    freue mich wenn die fragen beantwortet werden können.
    Pethanol


    Pethanol, lippe
    07.Dez.2007 15:28:27


      Zur Anlage: es fehlt der Kühler.
      Zuckermaische: Wenn Sie tasächlich soviel Zucker zugeben würden, stirbt jede Hefe ab, egal ob Back- oder Turbohefe. Durch den hohen osmotischen Druck werden die Hefezellen förmlich zerfetzt. Zwei Tage sind viel zu kurz zum Gären um eine nenneswerte Alkoholkonzentration zu erreichen.
      Wenn Sie einen fertigen Schnaps mit Saft vermischen entsteht kein Methanol.
      Vorlauf, Nachlauf: wie auch bei den anderen Fragen würde ich Ihnen sehr empfehlen das Buch "Schnapsbrennen als Hobby" durchzulesen.

    Eintrag Nr. 3026:

    Hallo, ich haette mal ne fragen wegen dem Brennen von schnaps in kanada...weil ich konnte nichts finden ob es legal oder illegal ist.
    Danke schon in vorraus.
    Andreas


    Andreas Klose, Kanada
    06.Dez.2007 03:00:49


      Meines Wissens legal mit entsprechendem Brennrecht, im "privaten" Rahmen jedoch verboten.

    Eintrag Nr. 3025:

    EILT!
    habe gerade meine mühsam gesammelten 70 kg schlehen aus dem eis geholt (brauchte platz für ein reh) und teilweise im fass aufgetaut. habe die früchte dann mit einem maischequirl zerkleinert, 10 kg zucker zugesetzt, ca. 8 g verflüssiger und zwei beutel turbohefe hinzugefügt. ich habe das fass im keller bei ca. 20°C stehen - es rührt sich aber fast nichts. geht das jetzt aufgrund der temperatur erst langsam los oder habe ich die hefe mit den teilweise gefrorenen früchten gekillt. brauche schnell hilfe.
    danke im voraus.


    grimi, erde
    05.Dez.2007 20:37:40


      Diese Erfahrung (Gärverzögerung bei aufgetauten Früchten) haben wir auch schon gemacht. Es kann beides auftreten: wenn die Temperatur der Maische hoch genug gestiegen ist, beginnt es wegen der zugesetzten Hefe von selbst zu gären oder die Hefe war so unterkühlt, dass neue Hefe zugegeben werden muss. Fazit: Maische kräftig umrühren und erst wenn die Maischetemperatur über ca. 17°C liegt, frische Hefe zugeben.

    Eintrag Nr. 3024:

    Hallo!

    Ich habe 20 Liter 12%ige Maische aus Zucker hergestellt und aus dieser dann mit einer Pottstill ca. 9 Liter 40%igen Raubrand gebrannt. Beim Feinbrand hatte ich enorme Probleme beim Abtrennen des Vorlaufes. Mit wieviel ml Vorlauf muß ich denn ca. rechnen? Wenn ich gewartet hätte bis die Dampftemperatur am obersten Punkt des Steigrohres 80-81°C erreicht hätte, wären ca. 2 Liter!!!! Vorlauf entstanden. Das kann doch nicht sein, oder?


    volker, sachsen
    04.Dez.2007 20:13:36


      Stimmt, kann nicht sein. Deswegen sollten Sie den Vorlauf auch nicht unterhalb einer bestimmten Temperatur abtrennen, sondern nur solange der Temperaturanstieg deutlich erkennbar noch sehr schnell ist (genauso wie im Buch "Schnapsbrennen als Hobby" sehr genau beschrieben). Wenn Sie sauber eingemaischt und Hefe, Säureschutz usw. verwendet haben, ist der Vorlauf sehr gering, bei Ihrer Menge ca. ein halbes Schnapsglas voll.
      Vorlauf riecht nach Klebstoff. D.h. wenn das Destillat nicht nach Klebstoff riecht, ist's kein Vorlauf (ist ebenfalls im Buch sehr detailliert beschrieben).

    Eintrag Nr. 3023:

    Hallo
    habe pflaumen eingemaischt dann gebrand, geschmack und geruch gut hat 45% jetzt nach 6 wochen stehen bilden sich weiße flocken (so ähnlich) habe alles schon einmal durch ein kaffefilter gekippt und es war weg dann bildet es sich wieder, was könnte dies sein, kann man dies noch trinken?
    mfg karsten


    Karsten, Deutschland
    04.Dez.2007 18:30:44


      "Flocken" deuten auf Kalkablagerungen hin, denn die im Leitunsgwasser gelösten Kalksalze sind in Alkohol nicht lösbar. Ihre Beobahctung stimmt, es wird, wenn zu Kurz nach dem Verdünnen filtriert, immer wieder ausflocken. Daher:
      - Schnaps verdünnen
      - einige Wochen bei Kellertemperatur stehen lassen
      - mit einem Faltenfilter "fein" (siehe Produktliste) filtrieren, da ein Kaffeefilter meistens doch zu grob ist

    Eintrag Nr. 3022:

    Wie viele Wochen oder Monate ist Turbohefe denn haltbar?

    K.Kress, Hessen
    28.Nov.2007 17:39:28


      Original verschlossen laut Ablaufdatum, meist Jahre. Geöffnet, ohnen Luftzutritt (wichtig: es darf keine Luftfeuchtigkeit eindringen können), ein halbes Jahr bis ein Jahr.

    Eintrag Nr. 3021:

    Hallo,
    wieviel Alkoholgehalt sollten Kirschwasser, Williams Christ Birnen, Obstler und Mirabellenschnaps haben für die optimale Trinkstärke?
    Grüsse
    Hug


    Hug, Saarland
    28.Nov.2007 12:50:59


      Hängt im Endeffekt von Ihrem persönlichen Geschmack ab, sollte jedoch zwischen ca. 40 und 45%vol liegen.

    Eintrag Nr. 3020:

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmickl,
    bei der Herstellung von Geist ist die Aromaübertragung ja wesentlich schwächer, als beim Brennen einer Maische. Kann ich den Aromaträger im Aromakorb unter einer Rückflussdestille extrahieren, oder verkoche ich dabei das Aroma? Wenn ja, dann also nur einfach über die normale Destille destillieren?
    Vielen Dank im voraus.
    Mit freundlichem Gruss
    Hein Schluck


    Hein Schluck, Norden
    22.Nov.2007 19:08:53


      So schwach ist beim Geist der Übertrag auch wieder nicht, allerdings funktioniert dieses Prinzip nicht bei allen Früchten. Bei Kräutern und Gewürzen ist dieses Verfahren vollkommen ausreichend.
      Wenn Sie unter einer Rückflusskolonne einen Aromakorb geben, wird das nur wenig Sinn machen, da die Kolonne oberhalb des Korbes einen Großteil der Aromastoffe ja wieder abtrennt.

    Eintrag Nr. 3019:

    Hallo
    Ich möchte 25 L süßen Apfelwein mit ca. 10 % Alkohol so aufspritten, so daß der Apfelwein 20 % hat. Ich habe hochprozentigen Alkohol -80% und mehr. Mein mathematisches Kleinhirn sagt mir, daß ich dazu die Cramersche Regel benötige, um auszurechnen, wieviel 80prozentigen Schnaps ich in den Wein kippen muß. Leider ist mir die Formel entfallen. Ich kann mir das zwar auf eine andere Art ausrechnen, die ist mir aber zu umständlich. Ich bitte um Hilfe und mathematischen Beistand.
    hans vom baerbeli


    baerbeli, NRW
    21.Nov.2007 13:17:21


      25 l (10%vol) vermischt mit 4.17 l (80%vol), ergibt 29.17 l (20%vol). Geht meiner Meinung nach nur iterativ (macht eh' der Computer), bin aber kein Mathe-Genie, lasse mich gern eines besseren belehren.

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