Fachfragen zum Schnapsbrennen



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Eintrag Nr. 2242 von 4326:

Hallo,
der Trend bei den Edelbränden geht ja bei Steinobst eindeutig in die Richtung ohne Steine maischen und Brennen - ist zumindestens auf den div. Homepages der "Spitzenbrenner" Österreichs zu lesen. Bei "Kernobst" (wenn man Kirschen od. Drindln so nennen kann/will) wird allerdings nicht entkernt, jedoch darauf geachtet, dass die Maische nicht zu lange steht - bei Himbeeren habe ich sogar gesehen, dass schon beim Abklingen des Gärprozess gebrannt wird. Wenn ich aber jetzt mit Turbo einmaische (werde das mit Dirndln machen), dann muss ich die Maische ja stehen lassen, um den Hefegeschmack zu eliminieren. Wird in dieser Zeit aber nicht zu viel "Kernaroma" extrahiert? Kann man die Hefe schneller neutralisieren?
Danke im Voraus


Richard, NÖ
18.Aug.2005 11:05:41


    Kirschen sind Steinobst, kein Kernobst. Bei Steinobst wird bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Marille) immer MIT den unzerstörten (!) Steinen eingemaischt. Z.B. ein Kirschbrand wäre sonst nahezu geschmacklos. Probieren Sie bei Kirschen einfach beide Varianten einmal aus und Sie werden den deutlichen Unterschied bemerken. Auch bei Kernobst werden die Kerne nicht entfernt.
    Himbeeren, Dirndln usw. sind weder Stein- noch Kernobst, sondern eher Beeren. Diese enthalten zwar viele kleine Samen bzw. Kerne, allerdings wird dadurch nur ein Angesetzter, wenn er zu lange zieht, bitter, nicht die Maische. Abgesehen davon wird der bittere Geschmack bei einer Destillation von einem zu lange gezogenen Himbeer-Angesetzten abgetrennt. D.h. es schmeckt zwar der Angesetzte bitter, aber nicht das Destillat.
    Wenn Sie Früchte mit Turbo einmaischen, entsteht kein Hefegeschmack, es sei denn, Sie halten sich nicht an die Arbeitsvorschrift vom Buch bzw. verwenden minderwertige Ware.

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